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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 3+4 2019



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20.03.2020 09:55 Alter: 67 days

Statement der Vorstände

Wie wir ZUKUNFT gestalten in Zeiten der Corona-Pandemie


Liebe Leserin und lieber Leser,

wir möchten uns mit ein paar Worten an Sie richten. Sie, die

  • sich für unsere Sozialdienstleistung interessieren,
  • uns als Nutzer unserer Assistenz- und Unterstützungsleistungen beauftragt haben,
  • Sie Angehörige oder Betreuer von Jemanden sind, der beim Evangelischen Diakoniewerk Zoar oder unseren Tochtergesellschaften wohnen oder arbeiten und
  • Sie unser Lieferant oder Kunde unserer Produkte und Dienstleistungen aus den Werkstätten sind.

Unsere Mitarbeitenden halten mit ihrem Einsatz und Ihrer Verantwortungsbereitschaft den Betrieb von Zoar aufrecht. Die Pandemie mit dem Corona-Virus SARS-CoVid-2 hat nicht nur uns, sondern die gesamte Gesellschaft im Griff. Jetzt ist die Zeit, in der sich zeigt, wie unsere Gemeinschaft in Zoar und unserer Tochtergesellschaften und der ganzen Welt miteinander umgeht. Sind wir solidarisch und haben unsere Nächsten im Blick, oder sind wir egoistisch und kümmern uns nur um uns selbst.

Wir denken für uns beim Evangelischen Diakoniewerk Zoar und unseren Tochtergesellschaften ist das keine Frage – wir sind alle zusammen ein Beispiel für gelebte Nächstenliebe. Wir hoffen sehr, dass wir mit unserem *WIR gestalten ZUKUNFT*-Gedanken damit auch in Krisenzeiten auf die Gesellschaft ausstrahlen.

Die Situation, in der wir uns als Sozialdienstleister befinden, ändert sich stündlich – manchmal minütlich. Wir versuchen, immer schnell die neue Problemlage zu sichten, zu analysieren und dann sofort die notwendigen Schritte einzuleiten – zur Sicherheit von unseren Mitarbeitenden und allen Menschen, die unseren Assistenz- und Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen und die um uns herum sind. Wir vertrauen dabei auf unsere Mitarbeitenden, die vor Ort mit den Gegebenheiten in unseren Einrichtungen klarkommen müssen und das auch tun. Sie alle leisten nicht nur in Krisenzeiten eine unschätzbar wertvolle Arbeit mit einem riesigen Einsatz. Ohne dieses Engagement unserer Mitarbeitenden könnten wir unsere soziale Welt, in der sich Menschen für bedürftige Menschen einsetzen, nicht aufrechterhalten. Dies wird zum Glück jetzt auch in unserer Gesellschaft erkannt und endlich entsprechend gewürdigt. Das für uns herausfordernde Thema des Fachkräftemangels ist in der aktuellen Gesundheitskrise stärker in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Politisch muss nun genau da angesetzt werden, um nachhaltige und attraktive Arbeitswelten zu schaffen, für Menschen die Menschen helfen.

Aktuell müssen wir innerhalb unseres Unternehmens immer öfter schnelle Regelungen zur Umsetzung von Sachverhalten bezüglich des Corona-Virus treffen, die per Verordnung oder Anweisung von außen auf uns zukommen. Wir versuchen immer unser Augenmaß zu behalten und Regelungen zu treffen, die auch wirklich umgesetzt werden können. Das ist in manchen Bereichen unseres Unternehmens mitunter schwierig. Auch wir vom Vorstand sind rund um die Uhr erreichbar.

Die aktuelle Krisenzeit, die durch das Corona-virus entstanden ist, fordert nicht nur, dass die Demokratie per Dekret Maßnahmen zum Schutze der Bevölkerung durchsetzt. Nein, auch wir als verantwortliche Sozialdienstleister müssen durch direktive Anweisungen die Menschen im und um das Unternehmen schützen. So mussten wir z.B. den Zugang für Besucher zu unseren Einrichtungen untersagen. Externe Arbeiten können nur noch ausgeführt werden, wenn sie zum Betrieb der Einrichtung notwendig sind, oder Gefahr im Verzug ist. Auch dann ist der Zutritt in unsere Einrichtungen nur noch in Ausnahmen und mit Genehmigung möglich.

Solche einschneidenden Entscheidungen sind für alle Seiten eine Herausforderung. Hart für jeden, der nie an seiner Selbst- und Mitbestimmung gezweifelt hat, verwirrend für jeden, der gerade erst auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung und Mitbestimmung ist, wie die Menschen mit Beeinträchtigung, die auf Grund des Paradigmenwechsels von hierarchischer zu partizipativen Steuerung durch die größte Reform des Sozialgesetzbuchs IX mit uns auf dem auf dem Weg der Veränderung sind!

Liebe Leserinnen und Leser – in dieser Krise sind wir alle gleich und wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können – jeder an seinem Ort kann zur gemeinsam gestalteten ZUKUNFT beitragen. Wir, der Vorstand sind stolz, glücklich dankbar und voller Demut das Unternehmen Zoar mit seinen Tochtergesellschaften und diesen Mitarbeitern führen zu dürfen und danken Ihnen, dass Sie das Evangelische Diakoniewerk mit Ihrem Interesse, Ihrem Auftrag, Ihrer Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Bleiben Sie gesund!

      Peter Kaiser                      Martina Leib-Herr
      Vorstand                            Vorständin