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Unsere Leistungen

Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 3+4 2019



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05.02.2020 14:51 Alter: 62 days

Ein abwechslungsreiches und musikalisch unterhaltsames Programm

Zoar-Neujahrsempfang der Region Rhein-Nahe-Hunsrück


Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham fühlt sich immer wohl bei Zoar. Das sagte sie auch diesmal beim Neujahrsempfang in Heidesheim im Café BUNT. „Zoar ist aus unserem Landkreis nicht wegzudenken. Wir profitieren von der hohen Qualität der angebotenen Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigung, egal welchen Alters.“ Ihr sei es eine Herzensangelegenheit, Zoar-Einladungen anzunehmen, um so immer in Kontakt zu bleiben. „Zoar zeichnet sich in besonderer Weise durch eine hohe Kompetenz und Weitsicht aus“, so Ursula Hartmann-Graham, die als Grußrednerin sprach. Als Gastgeschenk überreichte sie der Regionalleitung das Heimatjahrbuch 2020 des Kreises Mainz-Bingen.

Monja Seckler-Classen und Thomas Kreck-Hövel, Regionalleitung Rhein-Nahe-Hunsrück, begrüßten die zahlreichen Gäste des Neujahrsempfangs. Sie erinnerten an die bereits stattgefundenen Workshops zu den Inhalten des Zoar-Hauptthemas „WIR gestalten ZUKUNFT“ und animierten dazu, auch den kommenden Workshops Beachtung zu schenken. Denn es geht weiter! Mit der Verteilung der Aktionspläne ist das Projekt nicht abgeschlossen, sondern befindet sich in der „heißen Phase“. „Unsere Haltungen bilden das Koordinatensystem, nach dem wir unser Handeln im Alltag ausrichten“, sagte Monja Seckler-Classen. „Wir lernen voneinander und miteinander, nehmen Impulse auf und entwickeln Lösungen und Maßnahmen.“ Thomas Kreck-Hövel gab seiner Begrüßung den Schwerpunkt „Gedenk- und Aktionstage“, wobei er auch über den „Nichts-Tag“ sprach, der kürzlich auf dem Kalender stand. Mit Blick auf seine Kollegin, Monja Seckler-Classen, sagte er: „Da uns beiden das Nichts-Tun nicht gegeben ist, sehen wir den Herausforderungen des neuen Jahres voller Tatendrang entgegen.“

Zum Neujahrsempfang in Heidesheim hielten die Vorstände, Peter Kaiser und Martina Leib-Herr, eine gemeinsame Rede. Peter Kaiser sprach über den Mut und die Energie, Veränderungen einzuleiten und umzusetzen. Dies gelinge nur mit der Unterstützung aller Mitarbeiter. Jeder sei an seinem Platz, in seinem Aufgabengebiet wichtig. „Wir haben die Köpfe und Ideen, die wir für zukünftige Herausforderungen brauchen. Diese müssen wir hegen und pflegen. Nicht nur in Neujahrsansprachen loben, sondern das ganze Jahr über achten, miteinander reden, überzeugen, fordern und fördern.“ Martina Leib-Herr erinnerte an Höhepunkte des vergangenen Jahres, zum Beispiel die 3. Zoar-Radtour, die mit großer Beteiligung in Heidesheim startete, den Spatenstich zum neuen Wohnangebot in Oppenheim, die Einweihung des Stationären Hospizes Nordpfalz in Rockenhausen und auch an die Produktion der ersten Zoar-Musik-CD, an der auch Sänger und Musiker vom Standort Heidesheim beteiligt waren. Ihnen allen, Mitarbeitern, Bewohnern, Ehrenamtlichen und Zoar-Freunden dankte Martina Leib-Herr für ihren unermüdlichen Einsatz und die Verbundenheit zur Einrichtung. Monika Beyer, 2. Vorsitzende des Fördervereins Zoar, dankte ebenfalls für das Entstehen der Zoar-Musik-CD und machte deutlich, wie viel dieses Musikprojekt den beteiligten Künstlern bedeutet. Nach dem erfolgreichen Konzert in Rockenhausen soll es im September dieses Jahres auch ein Konzert in Ingelheim geben, bei dem alle Musiker, die auf der CD zu hören sind, und weitere Musikschaffende auftreten werden.

Die Jahreslosung 2020 („Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“, Markusevangelium 9,24) wurde von Zoar-Pfarrer Jochen Walker ausgelegt. Das „Kleine Zoar-Ensemble“, besetzt mit Jochen Walker, Wolf-Dietrich Fritsch, Karin Hartig und Eva-Maria Kempf, brachte die Jahreslosung außerdem gesanglich zu Gehör. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von noch viel mehr Musik. Seyit Cengiz spielte auf der Saz, eine Langhalslaute, die vom Balkan bis Afghanistan verbreitet ist, Instrumental-Melodien. Wenn er nicht gerade Musik macht, arbeitet er in der Abteilung Kunst & Gewerbe der Zoar-Werkstätten Heidesheim. Es sang außerdem der Chor „Sing Sang“ unter der Leitung von Zoar-Mitarbeiterin Regine Sälzer. Die Auftritte des Chors sind zur festen Größe geworden. Besonders gut kam die musikalisch umgesetzte Jahreslosung an. Unterstützt wurde der Chor durch das Gitarrenspiel von Zoar-Mitarbeiter Clemens Wollner. Auch die Kita-Kinder sorgten für viel Applaus. Sie erschienen mit Krönchen und Glitzertüchern und tanzten zur Musik „Tanz der Zuckerfee“ aus Tschaikowskys „Nussknacker“. „Es ist immer wieder eine Faszination, zuzuschauen“, sagte Regionalleiterin Monja Seckler-Classen und dankte Judith Holub, Leiterin der Kindertagesstätte, und ihrem Team sowie den kleinen Tänzern für ihren Einsatz und den zauberhaften Auftritt.

Ein Film von Stephanie Scherer über das Kunstprojekt im Zusammenhang mit der Zoar-Kindertagesstätte am Standort Heidesheim, das letzten Sommer stattfand, zeigte die gelungene Umsetzung von „Gemeinsam viel bewegen“, denn Alt und Jung, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung setzten Hand in Hand ein tolles Projekt um, das die Fassade der Kita nun farbenfroh präsentiert. In Vertretung des Pastors Markus Metzler sprach Maria Sieben ein Grußwort. Sie bedankte sich im Namen ihrer Gemeinde für all die schönen Veranstaltungen und Gottesdienste, die man bei Zoar in Heidesheim schon gefeiert hat.

Die Zoar-Mitarbeiter Torsten Kassebeer und Stanley Bolk, die sich als Moderatoren der Workshops „WIR gestalten ZUKUNFT“ engagieren, übergaben der Regionalleitung, Monja Seckler-Classen und Thomas Kreck-Hövel, ein Mobile aus Seesternen aus Papier, versehen mit Fingerabdrücken der Workshop-Teilnehmer. Dieses Mobile soll nun einen besonderen Platz erhalten, da, wo es von vielen Menschen gesehen wird. Patrick Kallenborn, Leitung Ambulante Assistenzleistungen, berichtete, angelehnt an eine Geschichte, die sich vor Weihnachten ereignet hat, über den Arbeitsalltag bei den Ambulanten Angeboten. In der lebhaft erzählten Geschichte spielte die Weihnachtsgans eine große Rolle. Ein 70-jähriger Klient äußerte vor Weihnachten den Wunsch, sich zu Heilig Abend eine Gans zuzubereiten. Patrick Kallenborn ging assistierend mit ihm einkaufen und schaute in dessen Haushalt, ob alles Notwendige und ein Rezept vorhanden sind. Letztlich hat beim Zubereiten der Gans alles bestens geklappt, und sie hat gemundet. „Wir assistieren unseren Klienten, respektieren ihre Wünsche und Vorstellungen und trauen ihnen auch schwierige Dinge zu, dass es so sein sollte, hat mich diese Geschichte mal wieder gelehrt“, sagte Patrick Kallenborn.

Alexandra Koch| Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | 27. Januar 2020