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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 3+4 2019



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05.02.2020 14:09 Alter: 229 days

Aktionsplan ist ein Handlungsleitfaden

Neujahrsempfang des Zoar-Hauses „Wohnen am Ebertpark“ in Ludwigshafen


„Wir verändern unsere Arbeit und vor allem unsere Haltung konsequent und noch mehr als bisher in Richtung Beteiligung und gemeinsames dialogisches Miteinander“, sagte Nadja Bier, Regionalleiterin Eingliederungshilfe West- und Vorderpfalz, bei der Begrüßung der Gäste des Neujahrsempfangs am Zoar-Standort in Ludwigshafen. „Die gleichberechtigte Teilhabe von allen Menschen ist uns ein großes Anliegen.“ Ebenso wie Zoar-Direktor Peter Kaiser, der auch Grüße seiner Vorstandskollegin Martina Leib-Herr übermittelte, stellte Nadja Bier die Bedeutsamkeit des Themas „WIR gestalten ZUKUNFT“ heraus. Sie sprach über die Projektentwicklung bis hin zur regen Beteiligung in den verschiedenen Arbeitsgruppen und die Veröffentlichung des Aktionsplans. Dieser sei eine Art Handlungsleitfaden für Mitarbeiter, Mieter und Klienten. „Unsere ambulanten Assistenzangebote werden immer mehr angefragt und wachsen daher stetig“, freute sich Nadja Bier.

Um ambulante Assistenzleistungen zu erbringen, geht man in die Fläche. Stichworte wie Sozialraumorientierung, Quartiersentwicklung und Personenzentrierung gehen einher mit der ambulanten Dienstleistung, die nicht nur an einem stationären Haus festzumachen ist. „Bei Zoar in Ludwigshafen arbeiten mittlerweile sechs Mitarbeiter ambulant“, ergänzte Nadja Bier. Vorstandssprecher Peter Kaiser begrüßte die zahlreichen Gäste im Café „MittenDrin“ des Zoar-Hauses „Wohnen am Ebertpark“ mit aufmunternden Worten und der Zuversicht, dass alle Probleme gelöst werden können. Bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes sei Zoar zum Beispiel Vorbild. „Bisher wurden immer die mit der Einführung verbundenen Probleme thematisiert. Diese gibt es zweifellos, aber wir bei Zoar sind dafür bekannt, dass wir in der Lage sind, diese zu lösen.“ Das Evangelische Diakoniewerk Zoar und seine Tochtergesellschaften agieren vertrauensvoll und kompetent, ein wichtiges Signal in schnelllebigen Zeiten, so der Direktor.

Die Jahreslosung 2020 („Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“, Markusevangelium 9,24) wurde von Zoar-Pfarrer Jochen Walker ausgelegt. Der Mann, der im Markusevangelium diese Worte spricht, ist ein Mensch in einer schwierigen Situation. Sein Sohn ist schwer krank. Da begegnet der Mann Jesus und damit der Frage: Wage ich, Jesus so zu vertrauen, so an ihn zu glauben, dass Heilung doch möglich ist? Oder wage ich es nicht? Dieser Mann wirft Christus seine ganze existentielle Not vor die Füße. Der Vater wagt den Sprung in den Glauben, obwohl er zweifelt. Er vertraut, obwohl er unsicher ist. Er glaubt, obwohl ungläubige Gedanken und Gefühle an ihm zerren. Dieses Obwohl ist der Mut des Glaubens, so der Pfarrer und verglich es mit einer Skala von 0 bis 10, auf der man seinen Glauben beziffern könnte. Wäre es ein Strich auf dem Boden, wo würde man sich da wohl hinstellen? „Glauben kann im Leben wachsen. Den Glauben verliert man eigentlich nicht, aber möglicherweise den Glauben, als das dem Leben Gestalt Gebende.“ Das „Kleine Zoar-Ensemble“, besetzt mit Jochen Walker, Wolf-Dietrich Fritsch, Karin Hartig und Eva-Maria Kempf, brachte die Jahreslosung gesanglich zu Gehör. Außerdem sangen sie mehrstimmig „Show Me, Lord“.

Den Zoar-Seestern, zur Erinnerung bedruckt mit Fingerabdrücken der Workshop-Teilnehmer „WIR gestalten ZUKUNFT“, übergaben Torsten Kraus, Martina Maas und Alexander Schwindt an Hausleiter Björn Schmitt. Dieser versprach, dass der laminierte Seestern einen besonderen Platz im Haus erhalte und weitere Seesterne aus den in diesem Jahr noch folgenden Workshops gern dazu gehängt werden. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Musik-Duo „Focus 37“ mit Miriam Burkardt (Gitarre) und Silke Wolff (Saxophon). Sie spielten unter anderem den Klassiker „Time after Time“. Nach dem offiziellen Programmteil schlossen sich angeregte Gespräche der Gäste an.

Alexandra Koch| Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | 21. Januar 2020