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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 1 2019



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04.02.2019 13:47 Alter: 73 days
Kategorie: Aktuelles

„Irgendwie anders“ und doch ganz normal


Neujahrsempfang des Zoar – Rheinhessischen Diakonie-Zentrums Heidesheim

Heidesheim. „Zoar steht für Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Hierfür müssen wir eintreten.“ So formulierte es Monja Seckler-Classen, Regionalleitung Rhein-Nahe-Hunsrück, beim Neujahrsempfang von Zoar in Heidesheim. In der Cafeteria begrüßte sie zahlreiche Gäste und Bewohner. Es gelte auch 2019 gegen Ausgrenzung und Geringschätzung anzukämpfen. Zur Eröffnung sang der Chor „Sing Sang“ unter der Leitung von Zoar-Mitarbeiterin Regine Sälzer das „Wunderlied“ und „Sound of Silence“.

Die Geschichte der Kinderbuchautorin Kathryn Cave mit Bildern von Chris Riddel, die die Regionalleiter Monja Seckler-Classen und Thomas Kreck-Hövel in einem Lichtbildervortrag präsentierten, zeigte eindrücklich, was „anders sein“ heißt. „Irgendwie anders“, ein pelziger Gnom redet und denkt anders und sieht auch anders aus. Die anderen wollen deshalb nichts mit ihm zu tun haben. Als „Irgendwie anders“ ein Gegenüber trifft, das ebenfalls anders ist, hat er die Lösung: näher zusammenrücken und die Arme öffnen. Toleranz ist der Weg.

Zoar-Direktor Peter Kaiser warf einen kritischen Blick auf kommende Projekte. „Wir planen immer langsamer als die Welt sich verändert.“ Niemand wisse, wie die Welt in 30 oder 40 Jahren aussehe. „Sie alle sollen mit uns planen.“ Man wolle schließlich keine Gebäude bauen, die man später wieder abreißen müsse. Zoar-Direktorin Martina Leib-Herr erinnerte an 165 Jahre Zoar. „Wir müssen aber auch einen Blick darauf werfen, wie wir der Zukunft eine Harke bieten können.“ Die Kinder der Zoar-Kindertagesstätte zogen mit einer langen Lichterkette in die Cafeteria: „Wir zünden kleine Lichter an, damit es gemütlich werden kann“. Als Geschenk erhielten sie das Bilderbuch „Irgendwie anders“.

Die Jahreslosung 2019 lautet so: Gott spricht: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Psalm 34, 15. „Es kostet Kraft und braucht Leidenschaft, den Frieden zu suchen. Der Friede haut schnell ab, wenn wir dicke Arme machen“, sagte Zoar-Pfarrer Jochen Walker. Die Jahreslosung auf musikalische Art präsentierten Jochen Walker (Gitarre) und Zoar-Personalleiter Wolf-Dietrich Fritsch (Bariton).

Ursula Hartmann-Graham, Beigeordnete der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, nannte das Evangelische Diakoniewerk Zoar einen verlässlichen Partner, wo sich die bunte Vielfalt gegen Einförmigkeit und Hass durchsetze. „Sie bieten ein großes Potential an Menschen. Wir wollen Ihnen ein guter Partner sein“, sagte der Ingelheimer Oberbürgermeister Ralf Claus und erwähnte im gleichen Atemzug die Eingemeindung Heidesheims. In der rheinhessischen Gemeinde werde dank Zoar Inklusion gelebt. „Wir wollen enger zusammenwachsen. Zoar wird immer eine Stätte der Zuflucht sein“, so Ortsbürgermeister Martin Weidmann. Weitere Grußworte sprachen Carola Meertens, Beigeordnete der Verbandsgemeinde Heidesheim, und Anne Thiedig, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Evangelischen Diakoniewerks Zoar und Leiterin des Besuchsdienstkreises in Heidesheim. Zum Ausklang sangen alle gemeinsam mit dem „Sing Sang“-Chor „Über sieben Brücken musst Du gehen“.

Silvia Dott| Januar 2019