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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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Die Geschichte der Ökumenischen Sozialstation Brücken gGmbH

Problemfall Gemeindekrankenpflege

Die katastrophale Lage, in der sich die Gemeindekrankenpflege Anfang der siebziger Jahre befand, charakterisiert ein Schreiben, das der Caritasdirektor Dr. Staufer in jenen Tagen an die Pfarreien und Mutterhäuser richtete. Darin werden die Gründe genannt, die letztlich zur Einrichtung der Sozialstationen geführt haben:

  1. Die Gemeindekrankenschwestern (Ordensfrauen/Diakonissen) sind überaltert und es besteht ein akuter Mangel an Nachwuchs für die Gemeindekrankenpflege. Deshalb droht in der Gegenwart und für die nächste Zukunft zahlreichen Krankenpflegestationen die Auflösung.
  2. Die Schwestern sind vielfach überlastet. Es ist notwendig, vorhandene Kräfte zusammenzufassen, die Aufgaben aufzuteilen und die Arbeitsbedingungen zu regeln.
  3. Die Nachfrage nach Dienstleistungen durch die Gemeindekrankenpflege, Altenpflege und die Familienpflege wird in Zukunft größer werden.

Zusammenschluss zur Sozialstation

Die Kirchengemeinden und Krankenpflegevereine beider Konfessionen im Bereich der Verbandsgemeinden Glan-Münchweiler, Schönenberg-Kübelberg und Waldmohr haben sich am 20. März 1974 zum gemeinnützigen Verein Sozialstation Brücken e.V. zusammengeschlossen. So sind die Träger der Sozialstation zwölf protestantische, elf katholische Kirchengemeinden und zwölf Krankenpflegevereine. Sie bilden die Mitgliederversammlung.

Die Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. ist angeschlossen an die Liga der freien Wohlfahrtsverbände, des Diakonischen Werkes der Pfälzischen Landeskirche und des Caritas-Verbandes der Diözese Speyer. Offiziell nahm die Sozialstation die Arbeit am 1. August 1974 auf und wurde ab diesem Zeitpunkt von der Landesregierung als förderungsfähige Einrichtung anerkannt.

Bis es soweit war, waren viele Verhandlungen mit Landes- und Kreisbehörden, mit den Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchen und den Krankenpflegevereinen nötig - doch letztlich konnten erste Anfangsschwierigkeiten überwunden und an die Verwirklichung dieses gemeinnützigen Vorhabens herangegangen werden.

Damit konnte die unter § 1 der Satzung formulierte Aufgabe

"Versorgung der Bevölkerung auf dem Gebiet der Kranken-, Alten- sowie Haus- und Familienpflege"

für den Bereich der Verbandsgemeinden Schönenberg-Kübelberg, Glan-Münchweiler und Waldmohr, mit rund 30.000 Einwohnern, in Angriff genommen werden.

Im Jahre 1976 zog die Ökumenische Sozialstation vom ehemaligen Bürgermeisteramt in die Wiesenstraße 23 in Brücken um.

Das Alois-Hemmer-Haus

2007 beschloss der Verwaltungsausschuss einstimmig, dass ein Neubau entstehen sollte, in dem die gesamte Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. ihren Sitz haben würde. Außerdem sollten dort eine Tagespflege und ein offener Treff untergebracht werden.

Die neue Einrichtung der Ökumenischen Sozialstation Brücken e.V. entstand in Kooperation mit der Alois-Hemmer-Stiftung und der Ortsgemeinde Brücken. Im Andenken an die Person trägt das Gebäude den Namen "Alois-Hemmer-Haus". Die Ortsgemeinde Brücken stellte der Ökumenischen Sozialstation Brücken e.V. ein Grundstück im Erbbaurecht zur Verfügung.

Mitte Oktober 2009 war es dann soweit: Die Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. erweiterte ihr Angebot mit der Tagespflege im Alois-Hemmer-Haus.

Die Türen der Tagespflege sind für Menschen geöffnet, die nicht alleine zu Hause bleiben können bzw. den Kontakt zu Gleichgesinnten suchen. Wir möchten mit dieser Möglichkeit Angehörige entlasten und ihnen die Chance geben, ihre Erwerbstätigkeit auszuüben.

Am 01.02.2015 gründeten die Ökumenische Sozialstation Brücken e.V. und Zoar die Ökumenische Sozialstation Brücken gGmbH. Mit diesem Zusammenschluss möchten beide Parteien Ihre Leistungspalette erweitern um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.