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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 1 2017



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Evangelisches Diakoniewerk Zoar, 2. Symposium, 2030: wohnen-leben-pflegen, Den Weg ins Alter bewusst gestalten, Donnerstag, 17. November 2016, 8:00-16:00 Uhr, Stadthalle Kirchheimbolanden

2. Zoar-Symposium | 17. November 2016 | Stadthalle Kirchheimbolanden

2030: Wohnen-Leben-Pflegen
Den Weg ins Alter bewusst gestalten

Auch das 2. Zoar-Symposium, das am 17. November 2016 in der Stadthalle in Kirchheimbolanden stattfindet, befasst sich mit dem Themenschwerpunkt menschlicher Beeinträchtigungen; diesmal aufgrund des Alterungsprozesses. Was ist Alter? DAS Alter gibt es nicht. Sowohl der Prozess des Alterns als auch das Alter als Lebensphase sind vielschichtig. Zum Facettenreichtum des Alterns kommen zahlreiche unterschiedliche Einflussfaktoren hinzu; diese sind körperlicher, psychischer, sozialer, gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Natur. Fest steht, Alter ist keine Krankheit. Alter(n) ist ein Prozess. Und ein Prozess bedeutet Weg. Prozess heißt Veränderung.

Veränderte Bedarfe verlangen angepasste Angebote

In der sozialen, gesellschaftlichen und pflegepolitischen Landschaft hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert; und weitere Veränderungen sind zu erwarten. Es gibt die Gruppe der sogenannten „jungen“ oder auch „neuen“ Alten, die sich mit den Senioren, die heute noch in stationären Einrichtungen leben, nicht mehr vergleichen lassen. Ein „junger“ beziehungsweise „neuer“ Alter ist technikaffin, selbstbewusst, gut informiert und mit hohen Ansprüchen versehen, modern eingestellt, aktiv, vielfältig interessiert und bestrebt, so lange wie möglich, eigenständig und selbstbestimmt zu leben. Der Bedarf der zukünftigen Alten wird sich von Grund auf wandeln. Angepasste Angebote sind erforderlich.

Optimale Nutzung der Technik zur Unterstützung und Assistenz

Vermehrt diskutiert wird unter anderem über „neue Wohnkonzepte für Senioren“, über „neue Architektur für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ und über „die bewusste Gestaltung dieser letzten Lebensphase“ mit dem Ziel, ihr überwiegend positive Aspekte abzugewinnen. Hier greift die optimale Nutzung moderner Technologien und Automatisierungstechniken. Diese Assistenzsysteme unterstützen einen gezielten und effizienten Einsatz personeller Ressourcen und helfen dabei, Autonomie und Selbstständigkeit im Alter zu sichern. Technische Hilfsmittel beziehen sich zum Beispiel auf die Mobilität und Sturzprävention, auf Alltagshilfen und Schutzsysteme sowie internetbasierte Kommunikationstechnik zur Unterstützung kognitiver Fähigkeiten und sozialer Kontakte bis hin zu technikgestützten Pflegeprozessen und einer intelligenten Gebäudetechnik.  

Sozialraumorientierung birgt neue Chancen

Verstärkt geht es um inklusives, solidarisches und teilhabeorientiertes Leben in einem Sozialraum (Dorf, Kommune, Kreis oder Quartier), der beeinträchtigten Menschen dazu verhilft, ihr Leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu gestalten. Das unmittelbare Lebensumfeld ist eine bedeutende Ressource schneller Unterstützung und Hilfe. Neue Wohnprojekte, Initiativen zur Verbesserung der Lebensqualität, gegenseitige Unterstützung und Solidarität machen Nachbarschaft zu einer Ressource, von der jeder Einzelne profitieren kann. Nachbarn bilden einen Querschnitt der Gesellschaft; sie sind jung und alt, unterschiedlichster kultureller und religiöser Herkunft, wohnen allein oder gemeinsam, sind Familien in allen Konstellationen. Gerade in ländlich geprägten Gebieten, die schon heute vom demographischen Wandel betroffen sind, werden diese veränderten Bedarfe zur großen Herausforderung.

Sterbebegleitung: würdiges Leben im Vorfeld des Todes und würdiges Sterben

Eine andere große Herausforderung ist die Begleitung auf dem letzten Lebensweg; die Sterbebegleitung. Hospizarbeit und Palliativversorgung erlangen eine immer größere Bedeutung. Auch hier bedarf es weiterer Angebote; abgedeckt von fachkompetentem Personal. Auch Pflegeeinrichtungen haben in den letzten Jahren als „Sterbeorte“ an Bedeutung gewonnen, was sich zu einer zentralen Herausforderung für Einrichtungen der stationären Altenhilfe entwickelt hat. Dieser Entwicklung wird mit der Schaffung geeigneter institutioneller Rahmenbedingungen und Kooperationsstrukturen, aber auch mit der Weiterentwicklung einer fachlich und ethisch fundierten Sterbekultur begegnet. Die Versorgung von Menschen am Lebensende führt nicht nur zur Aufgabe,die Voraussetzungen für ein würdiges Sterben zu schaffen. Hospizarbeit und Palliativversorgung lassen sich auch und vor allem vom Ziel leiten, schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen bei der Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit der menschlichen Existenz zu helfen und ein würdiges Leben im Vorfeld des Todes zu ermöglichen. Grundlegende Zielsetzungen sind in dem Zusammenhang der Respekt sowie die Achtung und Anerkennung der Würde des Menschen, die Sicherung von Lebensqualität, die Ermöglichung von Teilhabe; unabhängig vom jeweils vorliegenden Ausmaß körperlicher und geistiger Einbußen.

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | Oktober 2016

Programm und Flyer zum Download (PDF)

ZOAR_SYMPOSIUM_2016_ONLINE.pdf