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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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02.11.2015 15:25 Alter: 2 yrs
Kategorie: Aktuelles

Einweihungsfeier Zoar – „Wohnen am Ebertpark“ in Ludwigshafen


Ludwigshafen. „Hier in Ludwigshafen haben wir unseren ersten wichtigen Schritt in Richtung Dezentralisierung lokalisiert“, sagte Zoar-Direktor Peter Kaiser kürzlich im Rahmen seiner Ansprache bei der Einweihungsfeier des inklusiven Zoar-Wohnprojekts „Wohnen am Ebertpark“ im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim. „Diesen Weg werden wir weiter verfolgen, weg von der Komplexeinrichtung hin zu kleinteiligen Angeboten direkt in den Städten und Gemeinden.“ Einrichtungsleiterin Nadja Bier sprach bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste davon, dass Inklusion eine Haltung ist. „Diese Haltung ist unabhängig von der Wohnform und davon, wo die Menschen arbeiten. Inklusion ist eine Haltung und bedeutet, menschenfreundlich und respektvoll im Umgang zu sein, sich auf Augenhöhe zu begegnen.“

Dies bestätigte auch Michael Dalmis (24), Bewohner von „Wohnen am Ebertpark“, der im September von Rockenhausen nach Ludwigshafen zog: „Für viele Menschen, die das Umzugsangebot angenommen haben, ist dieses Wohnheim ein Zuhause geworden. Egal, ob man eine Behinderung hat oder nicht, das spielt in diesem Haus keine Rolle.“ So erklärte er das inklusive Wohnprojekt. „Mit unseren Ideen und Wünschen werden wir das Projekt zum Wachsen bringen.“ Zum Beispiel gibt es den Plan, die Cafeteria im Haus für die Bevölkerung zu öffnen. Entsprechend der gewünschten Bürgernähe könnten dort Treffen und Austausch stattfinden.

Staatssekretär Langner: Zoar ist uns ein wichtiger Partner

Dr. Baldur Melchior, stellvertretender Vorsitzender des Zoar-Verwaltungsrats, erwähnte in seiner Ansprache, dass es zur Zielsetzung gehöre, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu einer inklusiven Lebensform zusammenzuführen. Ein Kriterium für die Wahl des Standorts in der Schuckertstraße am Ebertpark sei gewesen, mehr Bürgernähe und Lebenswirklichkeit zu schaffen. „Die Lebensqualität der Bewohner ist mit dem Umzug hierher gestiegen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten leben sie weitgehend selbstbestimmt und eigenverantwortlich“, sagte Dr. Baldur Melchior. Auch Staatssekretär David Langner vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie lobte die Dezentralisierungsbemühungen des Evangelischen Diakoniewerks Zoar: „Bei unserer Politik für Menschen mit Behinderung stehen die gesellschaftliche Teilhabe, die Gleichstellung und die Selbstbestimmung im Vordergrund. Zoar ist uns ein wichtiger Partner, wenn es darum geht, diese Ziele mit Leben zu füllen. Mit dem Wohnprojekt ‚Wohnen am Ebertpark‘ wurde ein inklusives Wohnkonzept realisiert, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung mitten in der Stadt zusammenwohnen.“

Grußworte, Kunstausstellung und Musik

Weitere Grußworte sprachen der Ludwigshafener Bürgermeister Wolfgang van Vliet, Sabine Jung vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche der Pfalz und Leiterin der Abteilung „Diakonisches Profil und Pflege“, sowie Prof. Jürgen F. Riemann von der Stiftung „Lebensblicke“. Die Stiftung hat ihren Sitz ebenfalls im Gebäude und war eineinhalb Jahre alleiniger Mieter dort. „Wir freuen uns sehr, dass hier wieder Leben eingekehrt ist. Zoar ist uns ein guter Partner“, so Prof. Jürgen F. Riemann. Im Haus waren zudem zahlreiche Bilder von Künstlerinnen und Künstlern der Zoar-Tagesstruktur in Kaiserslautern sowie der Caritas-Tagesstätte „St. Johannes“ in Ludwigshafen und von Tim Mann, einem Künstler aus dem Zoar-Werkhaus in Alzey, sowie von Bewohnerin Silke Wolf ausgestellt. Bei den Gästen der Einweihungsfeier stießen die zum Teil farbintensiven und großformatigen Kunstwerke auf reges Interesse. Manche interessierten sich sogar für den Kauf des einen oder anderen Bildes. Musikalisch umrahmt wurde die Feier zur Einweihung des Zoar-Wohnprojekts „Wohnen am Ebertpark“ vom Duo „Halberstadt und Gabbert“.

„Wohnen mittendrin“: Begegnungsstätte in Zentrumsnähe

Das Evangelische Diakoniewerk Zoar hat im vergangenen Jahr das ehemalige Patientenhotel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim gekauft. Im barrierefreien Haus entstand ein stationäres Wohnangebot für 24 Bewohner mit Beeinträchtigung. Außerdem werden 17 Appartements auf dem freien Wohnungsmarkt angeboten. Insgesamt 3,7 Millionen Euro habe Zoar investiert, informierte Peter Kaiser, davon 500.000 Euro in Umbaumaßnahmen. Als inklusives Wohnprojekt bietet „Wohnen am Ebertpark“ im Stadtteil Friesenheim nicht nur Zentrumsnähe und Kontakt zu Nachbarn, sondern auch ein attraktives Wohnumfeld mit zahlreichen Freizeitangeboten. Im ersten und zweiten Obergeschoss des Hauses sind Wohngruppen mit je elf und 13 Bewohnern, die in Einzelzimmern wohnen, entstanden. Jede Wohngruppe verfügt über eine gemeinsam genutzte Küche und ein Esszimmer.

Weitere Fotos finden Sie hier

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 31. Oktober 2015