Titelbild

[ Suchen ]

Unsere Leistungen

Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



Um das Magazin zu öffnen, bitte das Bild anklicken.
Schriftgröße:
02.09.2015 07:13 Alter: 2 yrs
Kategorie: Aktuelles

Referatsleiter Harald Diehl (Sozialministerium) zu Gast bei den Zoar-Werkstätten Heidesheim


Heidesheim. Interessierten Besuch erhielten die Mitarbeiter der Zoar-Werkstätten Heidesheim kürzlich aus dem Sozialministerium; und zwar von Harald Diehl, Referatsleiter für Grundsatzfragen der Eingliederungshilfe, beruflichen Rehabilitation und des Schwerbehindertenrechts. Gemeinsam mit Volker Conrad, Fachbereichsleiter für Sozialplanung und Eingliederungshilfe bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, informierte er sich über inklusive, berufliche Bildungsangebote der Werkstätten des Evangelischen Diakoniewerks Zoar in Heidesheim. Begrüßt wurden sie von Werkstattleiter Thomas Kreck-Hövel, der den Gästen die Mitarbeiter der Abteilung Berufsbildungs- und Integrationsservice und des Begleitenden Dienstes vorstellte, Kristina Unger, Viktor Commichau und Manuel Würl. Alle drei berichteten anschaulich über Wissenswertes zu den verschiedenen Qualifizierungsmaßnahmen.

Dafür hatten sich die Gastgeber etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mithilfe von vier Porträts von Berufsbildungsteilnehmern und Werkstatt-Beschäftigten wurden deren berufliche Lebensläufe inner- und außerhalb der Einrichtung vorgestellt. Festgemacht an Menschen unter dem Stichwort „Teilhabe an Arbeit“ wurde anschaulich verdeutlicht, welche Rolle Arbeit und Beschäftigung sowie Bildung und Qualifizierung für deren berufliche Entwicklung spielen. „Wir sind eine unübliche Werkstatt im positiven Sinne“, lobte Werkstattleiter Kreck-Hövel die kompetente und zukunftsweisende Arbeit seiner Mitarbeiter. „Unsere Qualifizierungsmaßnahmen sind breit gefächert und nehmen im täglichen Arbeiten einen hohen Stellenwert ein, zumal wir damit eine zunehmende Vernetzung nach außen erreichen.“

Das Projekt „IHK-Zertifikatslehrgang Fachwerker/in für Lagerorganisation“ stellte Viktor Commichau den interessierten Besuchern vor. Es gilt als herausragendes Beispiel für eine Weiterqualifizierung durch berufliche Bildungsmaßnahmen und heimste bereits zwei Preise ein: den rheinland-pfälzischen Weiterbildungspreis 2014 und den ‚exzellent‘-Preis in der Kategorie „Bildung“, der im Rahmen der diesjährigen Werkstätten:Messe in Nürnberg an die Zoar-Werkstätten Heidesheim vergeben wurde. Die Entwicklung des Weiterbildungslehrgangs erfolgte in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen. Außerdem erhielt er die Zulassung als Weiterbildungsmaßnahme nach dem Sozialgesetzbuch (SGB III) und ist somit auch für einen erweiterten Kreis von Teilnehmern zugänglich; arbeitslose und arbeitssuchende Menschen mit und ohne Behinderung, junge Menschen ohne Schulabschluss und ohne Berufsausbildung.

Referatsleiter Harald Diehl stellte immer wieder inhaltliche Fragen und zeigte sich äußerst interessiert am Thema der inklusiven Bildung. „Ich hoffe, auf Impulse zu stoßen, die sich landesweit auch auf andere Werkstätten übertragen lassen“, informierte er und zeigte sich begeistert von der „sinnstiftenden Arbeit“ der Werkstätten-Mitarbeiter am Zoar-Standort Heidesheim. Er erwähnte das „Bamberger Modell“ und äußerte seine Ansicht, dass nicht jedes Rädchen neu erfunden werden muss. Auch bei diesem Projekt gehe es um passgenaue Unterstützung und dauerhafte Begleitung, um so die Werkstatt nicht zur Sackgasse werden zu lassen, so Diehl. Werkstattleiter Kreck-Hövel bedankte sich für den Besuch und betonte, dass gerade die Bildungsmaßnahmen den Weg aus der Werkstatt für interessierte Beschäftigte ebnen.

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 02.09.2015