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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 3+4 2017



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11.03.2015 09:55 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

2. Tanz um den Handicup: 14 Männerballette am Start


Gau-Odernheim. Vor rund 800 Zuschauern in der ausverkauften Petersberghalle in Gau-Odernheim fand am vergangenen Samstag der „2. Tanz um den Handicup – Männer tanzen für Menschen mit Behinderung“ statt. Das Programm war bunt, vielfältig und umfangreich. 14 Männerballette nahmen an der Großveranstaltung teil. Außerdem im Unterhaltungsprogramm enthalten waren verschiedene Showacts; vom Funkenmariechen über HipHop bis hin zu Tanzgruppen mit bis zu zwanzig Tänzerinnen in einheitlichen Kostümen. Veranstaltet wurde der Tanzwettbewerb vom Förderverein „Ziemlich beste Kollegen“ vom Evangelischen Diakoniewerk Zoar in Alzey. Der Förderverein mit rund 50 Mitgliedern stiftete auch den Wanderpokal für den Wettbewerb der Männerballette, die allesamt in farbenfrohen Kostümen mit sportlichen und tänzerischen Höchstleistungen glänzten. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung trug Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.

Ein bunter Abend für den guten Zweck

Der bunte und unterhaltsame Abend diente dem guten Zweck. Die kompletten Einnahmen durch den Verkauf der Karten sowie durch Speisen und Getränke werden für die beeinträchtigten Menschen in den Zoar-Werkstätten und im Zoar-Werkhaus in Alzey verwendet. Hinzu kommen die Spenden, die im Rahmen der Veranstaltung an den Förderverein übergeben wurden. „Insgesamt erhielten wir Spenden in Höhe von 1.400 Euro“, informierte Stefan Schreiweis, Vorsitzender des Fördervereins „Ziemlich beste Kollegen“, der moderierend durch den Abend führte. „Auch die Sieger des Abends, die ‚Windboys‘, verzichteten auf ihr Preisgeld und spendeten 200 Euro“, freut sich Stefan Schreiweis. Das Geld kommt den Beschäftigten direkt zugute; für Ausflüge und Unternehmungen sowie für Anschaffungen rund um die Arbeit und Freizeit.

Großer Auftritt für Zoar-Tanzgruppe „Fit for Dance“

Viele der Kollegen mit Beeinträchtigung saßen im Publikum und genossen den Abend, der, laut Stefan Schreiweis, ein gelungenes Beispiel für Inklusion ist. Warum? Menschen mit und ohne Behinderung feiern an diesem Abend ausgelassen zusammen; auf der Bühne treten zur Begeisterung des Publikums Menschen mit und ohne Behinderung auf. Den Auftakt machte die Zoar-Tanzgruppe „Fit for Dance“, die 2009 von Zoar-Mitarbeiterin Katharina Hemmann gegründet wurde und aktuell von Katrin Mayer und Klaudia Folz trainiert wird. Sie begeisterten in neuen Trikots und mit sicher präsentierten Tanzschritten. Breakdance-Einlagen sind die Spezialität von Agron Krasniqi und Thorsten Förster. Beide erhielten für ihre mehrmaligen Soli tosenden Applaus von den Zuschauern.

1. Preis für das Männerballett „Windboys“

Im Anschluss sahen die Gäste „mit das Beste, das im Bereich ‚Männerballett‘ momentan im Angebot ist“, so Vorsitzender Schreiweis. 14 Männerballette aus mehreren Bundesländern und sogar aus Belgien. Eine siebenköpfige, fachkundige Jury kürte schließlich das Männerballett „Windboys“ aus Herxheim bei Landau zum Sieger des Tanzwettbewerbs. Sie tanzten unter dem Motto „Die Zauberer, die ich rief“. Ihr größter Erfolg bisher: 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2014. Beim „Tanz um den Handicup“ erhielten sie den in den Zoar-Werkstätten gefertigten Wanderpokal. Auch alle anderen Pokale, die im Rahmen der Veranstaltung vergeben wurden, sind Eigenprodukte der Zoar-Werkstatt Alzey. „Die Pokale zeigen eine abstrakte Tanzfigur, die in Gips gegossen wurde“, erklärt Zoar-Mitarbeiter Stefan Schreiweis. „Auf diese Weise erhoffen wir uns eine positive Werbung für die Zoar-Werkstatt Alzey. Denn Pokale und Ehrenpräsente für alle Verwendungszwecke können dort hergestellt werden.“ Den Preis für die lauteste und kreativste Fangruppe erhielten die Anhänger der „Bärengarde“. Sie durften einen Außengrill inklusive einem Gutschein für ein Grillseminar mit nach Hause nehmen.

Der „3. Tanz um den Handicup“ ist im Februar 2016

„Mit dieser außergewöhnlichen Veranstaltung unterstreicht der Förderverein ‚Ziemlich beste Kollegen‘ in beeindruckender Weise das Selbstverständnis im Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Das Miteinander an diesem Abend ist ein Stück gelebte Inklusion“, so Zoar-Direktor Peter Kaiser in seinem Festschrift-Vorwort. Ein besonderer Dank ging an das ehrenamtliche Team mit rund 40 Helferinnen und Helfern, die vor, während und nach der Veranstaltung für einen reibungslosen Ablauf sorgten. „Ohne die tatkräftige Unterstützung von vielen fleißigen Händen wäre eine derartige Großveranstaltung nicht möglich“, sind sich Zoar-Direktor Kaiser und Fördervereins-Vorsitzender Schreiweis einig. Ein ebenso herzlicher Dank ging an die Sponsoren des „2. Tanz um den Handicup“, die sich zugunsten des guten Zwecks finanziell einbrachten. Aufgrund des großen Erfolgs wird der Tanzwettbewerb auch im nächsten Jahr stattfinden; und zwar am 27. Februar 2016.

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Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 11. März 2015