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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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21.01.2015 14:33 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Neujahrsempfang in der WA am Volkspark und Zoar-Werkstätten KL


Kaiserslautern. „Sternenwünsche“ stellte Einrichtungsleiterin Nadja Bier in den Mittelunkt des Neujahrsempfangs der Wohnanlage am Volkspark und der Zoar-Werkstätten Kaiserslautern. „Die Wünsche, die Bewohner und Beschäftigte anlässlich der vergangenen Weihnachtsfeier auf die Sterne geschrieben haben, haben mich sehr beeindruckt. Sie gehen weit über das eigene Befinden und persönliche Probleme hinaus. Sie sind Ausdruck von Toleranz, Offenheit, Weitblick, Hoffnung, Freundschaft und gegenseitigem Respekt“, erklärte Nadja Bier beim gut besuchten Empfang, der von Michael Halberstadt musikalisch umrahmt wurde.

Die unterschiedlichsten Wünsche stehen auf dem glänzenden „Wunschsternenhimmel“ und machen nachdenklich: „Dass Kinder auf der Welt gesund sind“, „Glück und Gesundheit“, „ein Sechser im Lotto“, „nicht Geld, sondern Liebe ist Macht“, „dass es keine Feinde gibt“, „Glauben ja, Krieg nein“, „jeder hat Freunde“, „Frieden auf Erden“. „Hier bei uns leben und arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen, Menschen unterschiedlichster Herkunft, mit unterschiedlichen Schicksalen“, berichtete Nadja Bier. „Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten im Zusammenleben und es wird auch gestritten, aber letztendlich werden immer Lösungen gesucht und gefunden.“

Zur Lösungsfindung gehöre jedoch ein hohes Maß an Toleranz und Anerkennung, so Nadja Bier. „Gerade Toleranz vermissen wir oft, wenn wir zum Beispiel auf Wohnungssuche gehen oder Praktikumsplätze suchen. Wenn wir uns also in der sogenannten normalen Gesellschaft bewegen“, mahnte Bier an. Nehme sich die Gesellschaft ein Beispiel an den Menschen, die bei Zoar leben und arbeiten, dann würde man sich von vielen theoretischen Überlegungen zum Thema Inklusion verabschieden zugunsten toleranter und respektvoller Lösungen.

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“, ist die Jahreslosung für 2015, die Pfarrer Friedrich Schmidt im Rahmen des Neujahrsempfangs auslegte. Paulus erteile im Römerbrief 15,7 einen Ratschlag und stelle das Menschliche in den Mittelpunkt. „Für uns als diakonische Einrichtung ist damit bezüglich unserer Arbeit auch ein Auftrag verbunden. Es ist nicht immer alles einfach, aber das „Angenommensein“ ist spürbar“, so Schmidt. Er erzählte die Geschichte von Jesus, der mit seinen Jüngern im Boot aufs Meer hinausgefahren war. Die Jünger waren voller Angst, als ein Sturm aufkam. Doch Jesus beruhigte die Natur wieder. „Es ist gut zu wissen, dass jemand hinter uns steht, der Ordnung schafft im Chaos.“

„Es ist viel Schwung in das Evangelische Diakoniewerk Zoar gekommen“, erklärte Zoar-Direktor Peter Kaiser. Im vergangenen Jahr wurden viele Planungen abgeschlossen und zur Umsetzung auf den Weg gebracht. Konkret nannte er unter anderem das Dezentralisierungsprojekt in Alzey und den Kauf des ehemaligen Patientenhotels in Ludwigshafen. Beide Projekte sind ein weiterer Schritt weg von großen Komplexeinrichtungen hin zu kleineren Einheiten.

In den Werkstätten werde die Berufsausbildung immer wichtiger. Mit der Qualifizierung der Beschäftigten sei Zoar auf einem guten Weg, erklärte Kaiser. „Jeder Beschäftigte, der es mit unserer Hilfe schafft, am ersten Arbeitsmarkt eine Stelle zu bekommen, ist Ausdruck der Qualität von Zoar.“ Zoar werde auch weiterhin die Qualitätsführerschaft anstreben und selbstbewusst und zielstrebig vorangehen. Kaiser sprach allen Mitarbeitern, die Zoar auf diesem Wege begleiten, seinen ganz besonderen Dank aus: „Denn Sie sind die Garanten für das qualitativ und wirtschaftlich sehr gute Ergebnis unserer Bemühungen“, bekräftigte Kaiser.

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Kunigunde Otterbein | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar |18. Januar 2015