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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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26.09.2014 17:24 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Dezentralisierung: Zoar kaufte das ehemalige DRK-Patientenhotel in Ludwigshafen

„Wohnen am Ebertpark“ wird neue Heimat für bis zu 24 Bewohner


Ludwigshafen. Im Zuge der geplanten weiteren Dezentralisierung von Wohnangeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen erweiterte sich das Evangelische Diakoniewerk Zoar nach Ludwigshafen. Im Stadtteil Friesenheim wurde eine neue Immobilie gekauft; und zwar das ehemalige Patientenhotel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das erst vor wenigen Jahren komplett saniert wurde. Das neue stationäre Angebot für bis zu 24 Menschen mit Beeinträchtigungen wird zukünftig den Namen „Wohnen am Ebertpark“ tragen. Das erste und zweite Obergeschoss wird Wohngruppen mit je elf und 13 Bewohnern, die in Einzelzimmern wohnen, zur Verfügung stehen. Jede Wohngruppe wird über eine gemeinsam genutzte Küche und ein Esszimmer verfügen. Auf jeder Wohnetage ist ein Dienstzimmer geplant. „Es gibt noch einige Umbauarbeiten zu leisten, bevor die ersten Bewohner einziehen können“, informiert Nadja Bier, Leiterin der Eingliederungshilfe Kaiserslautern sowie des neuen stationären Zoar-Wohnangebots in Ludwigshafen. „Ein großer Vorteil des neuen Hauses ist, dass es komplett barrierefrei genutzt werden kann.“

Für einige Zoar-Bewohner, die bislang in Rockenhausen lebten, ist der Umzug mit dem glücklichen Umstand verbunden, wieder in der Nähe ihrer Herkunftskommunen (Frankenthal, Speyer, Ludwigshaufen, Rhein-Pfalz-Kreis) zu wohnen. Dieser Schritt auf dem Weg hin zur Dezentralisierung wird vom Projektteam „zoar-zukunft mittendrin“ begleitet. Ziel ist es, bis 2020 ein dezentrales Wohnangebot für insgesamt 72 Bewohner des Inkelthalerhofes (Rockenhausen) zu schaffen. Bis zu 24 Menschen können in der nächsten Zeit nach Ludwigshafen umziehen. Unter Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts sind die Zoar-Bewohner, die ursprünglich aus diesen Verwaltungsgebieten stammen, befragt worden. Aufgrund familiärer und sozialer Bezüge haben sich einige Zoar-Bewohner für einen Umzug entschieden. Überdies werden die Wohnangebote auch Menschen mit Beeinträchtigungen aus der Region Ludwigshafen zur Verfügung stehen.

Begegnungsstätte im Sinne der Inklusion

„Diese Dezentralisierung der Wohnangebote entspricht der Modernisierung unseres Unternehmens“, teilt Direktor Peter Kaiser mit. „Die Bewohner, die sich zu einem Umzug entschlossen haben, erwartet im Haus ‚Wohnen am Ebertpark‘ ein modernes Wohnumfeld in einem ruhigen, aber zentrumsnahen Stadtteil mit Versorgungsmöglichkeiten in der Nähe.“ Im Rahmen des neuen stationären Wohnangebots soll außerdem ein ambulanter Bereich entstehen. Außerdem ist eine Begegnungsstätte im Café des Hauses geplant. „Hier können Nachbarn und Bewohner im Sinne der Inklusion zusammentreffen“, sagt Nadja Bier. „Für ältere Menschen in der Nachbarschaft können wir hier auch einen Mittagstisch anbieten.“ Außer den Wohnetagen mit je einer Wohngruppe werden im dritten und vierten Obergeschoss Wohnungen mit Kochnische ausgebaut. In diesem Zuge entstehen Ein- und Zweizimmer-Appartements, die zum Beispiel auch von Studenten der städtischen Fachhochschule angemietet werden können. „Auch diese Mischung der Personenkreise kommt dem Inklusionsgedanken entgegen“, so Leiterin Nadja Bier. Abgerundet wird das Wohnangebot in der neuen Immobilie durch geräumige und gut ausgestattete Besprechungsräume, die zum Beispiel für Schulungen, interne Meetings und repräsentative Zoar-Veranstaltungen genutzt werden können.

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 26. September 2014
Stand: 10.11.2014