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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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10.11.2014 15:14 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Einweihung Zoar-Insektenhotel, Rockenhausen, 31. Oktober 2014:


Rockenhausen. Bei strahlender Herbstsonne und blauem Himmel wurde kürzlich das Zoar-Insektenhotel an der Ecke Ringstraße/Damian-Kreichgauer-Straße feierlich eingeweiht. In unmittelbarer Nähe zu den „Auen“ und gleichfalls platziert an einer stark frequentierten Stelle der Stadt hat das überdachte Insektenhotel einen idealen Standort gefunden. „Wir freuen uns, dass die Aufstellung des Insektenhotels in Kooperation mit der Stadt so gut geklappt hat“, sagte Zoar-Direktor Peter Kaiser bei seiner Begrüßungsansprache. „Mit seiner verschiedenartigen Befüllung in sechs unterschiedlichen Kästen dient es zahlreichen Insekten als Unterschlupf.“ Das Insektenhotel wurde  in den Zoar-Werkstätten Alzey angefertigt und der Stadt als Spende zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Rockenhausen haben beim Aufstellen des Insektenhotels geholfen. „Diese gemeinsame Aktion steht für das gute, menschliche Mitaneinander zwischen Zoar und der Stadt Rockenhausen“, so Kaiser.

Zoar-Beschäftigte erzählten von ihrer Arbeit am Insektenhotel

Rund zwei Monate arbeiteten Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich (BBB) der Werkstätten Alzey daran. Verwendet wurde Douglasie, weil dieses Holz aufgrund des hohen Harzanteils sehr witterungsbeständig ist. Die Holzklötze im Innenleben des Insektenhotels sind aus Buche. Sie wurden mit unzähligen Löchern versehen, damit Insekten dort hineinkriechen können. Für das Löcherbohren war Dustin Zelt, BBB-Teilnehmer, zuständig. „Mir hat das großen Spaß gemacht, denn es war das erste Mal, dass ich mit der Ständerbohrmaschine gearbeitet habe“, berichtete Dustin Zelt. Rund 5000 Löcher sind so entstanden. Trotzdem sei es für ihn nicht langweilig gewesen. „Ich bin stolz darauf, mitgearbeitet zu haben und darauf, dass das Insektenhotel hier nun so öffentlich steht.“ Auch seinem Kollegen Alfons Gries gefiel die  Arbeit am Insektenhotel. Er war hauptsächlich für das Befüllen zuständig. „Ich habe die Bambusstäbe auf Maß gesägt“, berichtete er. Mitgearbeitet haben außerdem Yvonne Wilfing und Agron Krasnici, ebenfalls BBB-Teilnehmer der Zoar-Werkstätten in Alzey. Betreut wurde das Projekt von den Zoar-Mitarbeitern Peter-Harald Betz, Stefanie Scherer und Marion Maertin. „Die Arbeit am Insektenhotel ist etwas Besonderes, weil verschiedene Materialien und Handwerkszeuge zum Einsatz kommen und sie deswegen abwechslungsreich ist“, erklärte Stefanie Scherer, Fachkraft für Arbeit und Berufsförderung in der WfbM Alzey. „Den Beschäftigten macht es besonders viel Spaß, wenn sie sehen, wie etwas entsteht und unter ihren Händen wächst.“

Zoar-Insektenhotel: erhältlich in verschiedenen Größen und Ausführungen

„Das Insektenhotel dient dem Arten- und Naturschutz. Außerdem zeigt es die Leistungsfähigkeit innerhalb der Fertigung der Zoar-Werkstätten“, sagte Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald. „Als Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen Zoar und der Stadt Rockenhausen haben wir diesen zentralen und gut einsehbaren Standort für das Insektenhotel gern zur Verfügung gestellt.“ Der ein oder andere Passant werde sich vielleicht selbst dafür interessieren, „um den für die Vegetation wichtigen Insekten Unterschlupf zu bieten“, so Stadtbürgermeister Seebald. Daher trägt das Insektenhotel ein Hinweisschild, auf dem steht, dass es bei Zoar hergestellt wurde. „Es ist in verschiedenen Größen lieferbar, wahlweise mit und ohne Befüllung“, informierte Michael Dhom, Werkstattleiter in Alzey. Im nächsten Frühjahr werden im Bereich des Insektenhotels zusätzliche Infotafeln aufgestellt, die darüber Auskunft geben, welche Insekten im „Hotel“ wohnen und welchen Nutzen sie für die Umwelt haben. Damit sollen vorrangig die Kinder der in der Nähe befindlichen Kitas und Schulen angesprochen werden. „Auch diese Infotafeln werden in unseren Werkstätten hergestellt“, so Dhom.

Geplantes Projekt: Kräutergarten-Kooperation zwischen Zoar und Stadt

Das Insektenhotel wird voraussichtlich im nächsten Frühjahr bezogen. Dann werden verschiedene Tiere dort ihr Zuhause finden; vor allem verschiedene Bienenarten. Aber es gibt auch andere Bewohner, so Zoar-Mitarbeiterin Stefanie Scherer, und erklärt: „Käfer und Fliegen nutzen vor allem das ‚Zimmer‘ mit den Tannenzapfen und der Holzwolle als Unterschlupf. Das sind zum Beispiel Florfliegen und Marienkäfer. Sie dienen der natürlichen Schädlingsbekämpfung. Im Heu und den locker gesteckten Hölzern wohnen verschiedene Ameisen- und Käferarten. Die ‚Zimmer‘ mit den Holzbrettern werden vor allem von Schmetterlingen bewohnt, die dort bei schlechtem Wetter und im Winter Unterschlupf suchen.“ Da das Insektenhotel in unmittelbarer Nähe des von der Stadt gepachteten Gartens steht, der zu einem Kräutergarten umgewandelt werden soll, wird sich der natürliche Nutzen dieser Insekten positiv auswirken. Auch bezüglich des geplanten Kräutergartens bestehen Kooperationspläne zwischen Zoar und der Stadt Rockenhausen. „Es ist gut vorstellbar, dass der Garten von Zoar-Beschäftigten angepflanzt und gepflegt wird“, berichtete Zoar-Direktor Peter Kaiser. „Im Berufsbildungsbereich könnte daraus eine Bildungsmaßnahme entstehen, am besten in der Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Schulen und Kindergärten.“ Es sei eine schöne Vision, Zoar-Beschäftigte zusammen mit jungen Menschen im Garten pflanzen und ernten zu sehen, so Kaiser.

 

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar |31. Oktober 2014