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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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17.10.2014 15:22 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Nachbarschaftsfest in der neuen Zoar-Einrichtung „Wohnen am Ebertpark“ in Ludwigshafen


Ludwigshafen. Im Zuge der geplanten weiteren Dezentralisierung von Wohnangeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen erweiterte sich das Evangelische Diakoniewerk Zoar nach Ludwigshafen. Im Stadtteil Friesenheim wurde eine neue, barrierefreie Immobilie gekauft; und zwar das ehemalige Patientenhotel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das erst vor wenigen Jahren komplett saniert wurde. Das neue stationäre Wohnangebot für bis zu 24 Menschen mit  Beeinträchtigungen wird zukünftig den Namen „Wohnen am Ebertpark“ tragen. Um sich vorzustellen und um sich kennenzulernen, fand kürzlich ein Nachbarschaftsfest im neu erworbenen Gebäude statt. Dazu waren alle Nachbarn aus der Schuckertstraße sowie aus angrenzenden Straßen des Stadtteils Friesenheim eingeladen. Zahlreiche Gäste waren erschienen, um in der Cafeteria der Wohnanlage bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Manche Nachbarn hatten sogar Freunde und Bekannte mitgebracht.

„Einige nutzten die Gelegenheit, um sich die Zimmer und sonstigen Räumlichkeiten des Gebäudes zeigen zu lassen“, informiert Nadja Bier, Leiterin der Eingliederungshilfe Kaiserslautern und zukünftige Leitung des stationären Zoar-Wohnangebots in Ludwigshafen. Dabei seien zahlreiche Anfragen nach Wohnraum eingegangen. „Wir führen bereits eine Liste mit Interessierten, die nach einem Zimmer oder Appartement suchen.“ Denn der Gedanke der Inklusion speist sich daraus, dass im „Wohnen am Ebertpark“ sowohl Menschen mit als auch ohne Beeinträchtigungen ein neues Zuhause finden. Wie sieht das in der Praxis aus? Das erste und zweite Obergeschoss wird Wohngruppen mit je elf und 13 Bewohnern, die in Einzelzimmern wohnen, zur Verfügung stehen. Jede Wohngruppe wird über eine gemeinsam genutzte Küche und ein Esszimmer verfügen. Im dritten und vierten Obergeschoss werden Wohnungen mit Kochnische ausgebaut und frei vermietet; das sogenannte „Wohnen für Jedermann“. In diesem Zuge entstehen Ein- und Zweizimmer-Appartements, die zum Beispiel auch von Studenten der städtischen Fachhochschule angemietet werden können.

Im Rahmen des neuen stationären Zoar-Wohnangebots soll auch ein ambulanter Bereich entstehen. Außerdem ist eine Begegnungsstätte in der Cafeteria des Hauses geplant. „Hier können sich Nachbarn und Bewohner treffen“, sagt Nadja Bier. „Für ältere Menschen in der Nachbarschaft können wir auch einen Mittagstisch anbieten.“ Beim Nachbarschaftsfest zeigte sich im Verlauf der Gespräche, dass der Bedarf nach einer öffentlich betriebenen Cafeteria mit Verzehrmöglichkeiten vorhanden ist. Direktor Peter Kaiser, der selbst mit zahlreichen Nachbarn sprach, fasste das erste Zusammentreffen in Form eines Nachbarschaftsfests wie folgt zusammen: „Noch vor dem Umzug der ersten Zoar-Bewohner nach Ludwigshafen war das Fest für uns ein willkommener Anlass, um sich vorzustellen. Auf diese Weise erhoffen wir von Beginn an ein gutes Miteinander.“

Die Dezentralisierung der Zoar-Wohnangebote wird vom Projektteam „zoar-zukunft mittendrin“ begleitet. Ziel ist es, bis 2020 ein dezentrales Wohnangebot für insgesamt 72 Bewohner des Inkelthalerhofs (Rockenhausen) zu schaffen. Bis zu 24 Menschen werden in der nächsten Zeit nach Ludwigshafen umziehen. Unter Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts sind vorrangig  Zoar-Bewohner, die aus den Kommunen Frankenthal, Speyer, Ludwigshafen sowie dem Rhein-Pfalz-Kreis stammen, befragt worden. Aufgrund familiärer und sozialer Bezüge haben sich einige Zoar-Bewohner für einen Umzug entschieden. Überdies werden die Wohnangebote auch Menschen mit Beeinträchtigungen aus der Region Ludwigshafen zur Verfügung stehen.

 

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 17. Oktober 2014; Stand: 05.11.2014