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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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06.10.2014 13:20 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Infoveranstaltung zur UN-Behindertenrechtskonvention mit Matthias Rösch, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung, im Werkhaus Alzey:


Alzey. "Was ist Inklusion?", fragte Matthias Rösch, Behindertenbeauftragter des Landes RheinlandPfalz, in die Runde der zahlreich anwesenden Zuhörer. Die Beschäftigten und Mitarbeiter des Werkhauses Alzey, eine Einrichtung des Evangelischen Diakoniewerks Zoar, wussten darauf unterschiedliche Antworten. Allen Antworten war eins gemeinsam: "Leben wie alle anderen" und "mitten drin sein". Matthias Rösch bestätigte, dass dies auch die Schwerpunkte des Aktionsplans der Landesregierung sind. Der Aktionsplan, der 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und bis 2015 überarbeitet wird, trägt den Slogan "Nichts über uns - ohne uns". Die Umsetzung gehe nicht allein von der Landesregierung aus. Vielmehr habe man Kommunen, Verbände und Selbsthilfegruppen mit ins Boot geholt, um schlagkräftiger zu sein. Inklusion und Barrierefreiheit stehen auf dem Aktionsplan ganz oben. Die umzusetzenden Ziele beziehen sich auf die Bereiche Wohnen und Arbeiten.

Geplant und durchgeführt wurde die Infoveranstaltung zur UN-Behindertenrechtskonvention vom Werkstattrat des Werkhauses Alzey. Dessen Vorsitzender Karl-Heinz Engel begrüßte die rund hundert Gäste im Speisesaal und bedankte sich bei Matthias Rösch für dessen Bereitschaft, über dieses Thema zu referieren. "Die Mitglieder des Werkstattrats haben diese Veranstaltung selbstständig vorbereitet", informierte Ute Büscher, Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung sowie Vertrauensperson für den Werkstattrat des Werkhauses Alzey. "Die Idee, Herrn Rösch einzuladen, entstand auf einer Vollversammlung im Juli." Der Werkstattrat hat nicht nur ein eigenes Büro, sondern auch eine eigene E-Mail-Adresse (werkstattrat.werkhaus@zoar.de). "So haben wir Kontakt zum Büro des Landesbeauftragten aufgenommen", berichtete Karl-Heinz Engel.

Matthias Rösch sprach im Rahmen seines Vortrags von Visionen der Zukunft und nannte ebenso noch bestehende Barrieren, die Menschen mit Behinderung von einer gleichberechtigten Teilhabe abhalten. "Es gibt noch viel zu tun! Aber wir befinden uns bereits auf einem guten Weg", so der Landesbehindertenbeauftragte. Der Weg aus der Werkstatt in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarkts sei heute vielfach möglich, müsse aber immer beratend und unterstützend begleitet werden, um zum Erfolg zu führen. "Daher sind die Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung beziehungsweise für Integrationsmanagement so wichtig, denn sie beraten über Chancen und Möglichkeiten sowie Rechte und auch Pflichten." Matthias Rösch bot sich nach der Veranstaltung selbst als Berater an, zum Beispiel zum Thema "Budget für Arbeit". Laut seiner Information arbeiten in Rheinland-Pfalz über 250 Menschen mit Behinderung im Rahmen des "Budgets für Arbeit" außerhalb der Werkstätten. Michael Dhom, neuer Werkstattleiter in Alzey, nutzte die Gelegenheit, um sich nochmals kurz vorzustellen und um auf die differenzierte Prämiengestaltung in den Werkstätten aufmerksam zu machen. "Auch in den Werkstätten wird Leistung belohnt", so Michael Dhom. Der Weg auf einen Außenarbeitsplatz werde immer mit diversen Praktika vorbereitet. "Dabei spielen die persönlichen Interessen und Fähigkeiten eine große Rolle.

"Zum Abschluss seines Vortrags überreichte Matthias Rösch einen symbolischen Staffelstab an den Werkstattrat des Werkhauses Alzey. Entgegengenommen wurde er von Karl-Heinz Engel, André Friedrich (2. Vorsitzender) und Thorsten Vering (Schriftführer). Der Staffelstab steht für folgende Inhalte: Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie Sicherung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 3. Oktober 2014