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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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27.06.2014 13:28 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Bericht zur Spendensammlung Taifun Haiyan


Spende hilft Menschen in Not

Spendensammlung für Betroffene des Taifuns Haiyan auf den Philippinen

Das größte Glück für Zoar-Mitarbeiterin Linda Spier, beschäftigt im Bereich Hauswirtschaft in der Zoar-Hauptverwaltung in Rockenhausen, ist, dass der Taifun Haiyan ihre eigene Familie verschonte. Angesichts der todbringenden Verwüstung, die Haiyan im November 2013 über die Philippinen brachte, ist das wahrlich ein großes Glück. Linda Spier stammt  von der Insel Mindanao, aus dem kleinen Dorf Bansalan. „Die Hauptstadt der Insel ist Davao City“, berichtet sie, die nun schon seit etlichen Jahren in Deutschland lebt. Ein großer Teil ihrer Familie lebt aber immer noch auf der Insel Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen. Gemeinsam mit den beiden nördlicher gelegenen Inselgruppen Visayas und Luzon bildet Mindanao den Inselstaat der Philippinen. Die größten Zerstörungen mit Tausenden von Toten richtete der Taifun in den Inselprovinzen Leyte, Samar und Bohol an, nördlich von Mindanao gelegen. Millionen von Menschen wurden obdachlos.

„Als ich davon erfuhr, war ich geschockt“, sagt Linda Spier. Hinzu kam, dass die Verbindung zu ihrer Familie nach der Taifun-Katastrophe komplett unterbrochen war. „Das hat mir große Angst gemacht, weil ich nicht wusste, ob meinen Eltern und Geschwistern etwas zugestoßen ist.“ In dieser Zeit der großen Sorgen und Ungewissheit hatte Linda Spier ihren Einstand an ihrem neuen Arbeitsplatz in Rockenhausen feiern wollen. „Das habe ich dann abgesagt.“ Auf ihre großen Sorgen wurden auch die Verwaltungsmitarbeiter aufmerksam. Gemeinsam entstand die Idee, für die Opfer des Taifuns Haiyan zu sammeln. Aktiv übernahmen diese verantwortungsvolle Aufgabe Liesel Sköries und Petra Kreis aus der Fachabteilung Zentrale Dienste. „Ich wusste nichts davon, dass für die Taifun-Opfer gesammelt wird“, sagt Linda Spier. Umso größer sei die Freude gewesen, als ihr der Betrag von 450,00 Euro ausgehändigt wurde. 

Den Spendenbetrag überwies Linda Spier in die Heimat. Ihre Schwester, die im Gemeinderat von Bansalan sitzt, half ihr bei allen Formalitäten und der Planung des Verwendungszwecks des Geldes. Nach reifer Überlegung fiel folgende Entscheidung: Ein Teil des Geldes wurde den Kindern aus der Umgebung von Bansalan gewidmet. Es fand ein Festtag für rund vierzig Kinder zwischen zwei und sechs Jahren statt. „Wir haben versucht, den Kindern an diesem Tag ganz viel zu bieten“, berichtet Linda Spier, die im vergangenen Dezember selbst in ihre Heimat flog, um persönlich die gemeinnützige Verwendung des Geldes in die Wege zu leiten.

Der Festtag für die Kinder begann damit, dass sie von zwei Bussen von zu Hause abgeholt wurden. Das anschließende Festmahl bestand aus Suppe, Reis, Hähnchen und Kuchen. „Die philippinischen Kinder essen fast immer Brei. Fleisch gibt es so gut wie nie“, erzählt Linda Spier und ergänzt, „und statt Wasser gab es Orangensaft“. Die Freude in den Kindergesichtern sei das schönste Geschenk gewesen. Bevor die Kinder mit Bussen wieder nach Hause gefahren wurden, erhielten sie ein Verpflegungspaket mit einem Kilo-Sack Reis sowie anderen Lebensmitteln. Der restliche Spendenbetrag wurde dem katholischen Pfarrer der örtlichen Kirchengemeinde übergeben, der das Geld persönlich an die Gemeinden weiterleitete, die am schlimmsten vom Taifun betroffen waren. „Ich freue mich, dass wir mit dem Geld helfen konnten“, so Linda Spier. „Am meisten freue ich mich aber, dass meiner Familie nichts passiert ist, und dass sie alle die Katastrophe überlebt haben.“

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Spenderinnen und Spender, die sich großzügigerweise an dieser Spendensammelaktion beteiligt haben.