Titelbild

[ Suchen ]

Unsere Leistungen

Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



Um das Magazin zu öffnen, bitte das Bild anklicken.
Schriftgröße:
12.10.2017 16:18 Alter: 10 days
Kategorie: Aktuelles

Wir sind alle bunt


Kick-off-Veranstaltung zur Veröffentlichung einer veränderten Haltung 

Das Leitbild des Evangelischen Diakoniewerks Zoar und seiner Tochtergesellschaften ist aus der Mitarbeiterschaft heraus entstanden. Es war ein Prozess der Zusammenarbeit und der Akzeptanz unterschiedlicher Sichtweisen und Erfahrungen. Im einvernehmlichen Miteinander ist das Leitbild mit seinen Formulierungen so festgeschrieben worden, wie es dann im März 2016 vom Vorstand in Kraft gesetzt wurde. Das Leitbild besteht aus vier gliedernden Überschriften: Wofür wir stehen! Was wir tun! Wie wir miteinander umgehen! Was uns auszeichnet! Unter dem Leitsatz „Wofür wir stehen“ finden wir die wichtige Schlüsselformulierung „Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Arbeit“.  

Gleichberechtigter Umgang miteinander

Diesen Kernsatz hat sich die Projekt- beziehungsweise Steuerungsgruppe „Wir“, die sich aus den Strategietagungen der Eingliederungshilfe entwickelt hat und von Nadja Bier, Regionalleitung Eingliederungshilfe West- und Vorderpfalz, geleitet wird, als Orientierungspunkt zugrunde gelegt. Der Gruppe gehören acht Teilnehmer an. Das strategische Ziel, das die Grundlage bildet und vom Vorstand beschlossen ist, ist die Erstellung eines Aktionsplans zur Beteiligung der Menschen mit Beeinträchtigung. Dieser Aktionsplan soll konkrete Maßnahmen enthalten, die für alle Menschen im Unternehmen bindend und handlungsleitend sein sollen. Daraus soll sich ein „Neues Miteinander“  entwickeln. 

Um deutlich zu machen, dass das Thema alle Menschen im Unternehmen betrifft, wurde eine große Kick-off Veranstaltung organisiert, zu der insgesamt etwa 3.500 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung aus allen Bereichen des Diakoniewerks Zoar eingeladen wurden. An der Veranstaltung, die in Heidesheim stattfand, nahmen rund 350 Personen teil und beteiligten sich rege und voller Motivation an den Thementischen. „‘Wir sind alle bunt‘ war das Motto unserer Kick-Off-Veranstaltung, und wir sind unglaublich froh darüber, dass so viele Zoar-Mitarbeiter und Bewohner unserer Einladung gefolgt sind“, berichtet Nadja Bier. „Wir möchten einen gleichberechtigten Umgang miteinander. Das bedeutet, dass jeder dort mitwirkt, wo es um ihn geht.“ 

Einladung, den Weg mitzugehen und mitzugestalten

Die Idee zur Werbeveranstaltung für das „Neue Wir“ ist in der Projektgruppe, zu der Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gehören, entstanden. Aufgrund der Bedeutsamkeit des Themas ist es wichtigstes Ziel, alle Mitarbeiter, Bewohner und Klienten zu erreichen. Im Konzept steht Folgendes nachzulesen: „Wir möchten alle einladen, an unserer Idee eines gewinnbringenden, respektvollen Umgangs mitzuarbeiten und diese Idee mitzugestalten“. Nadja Bier erklärt die Wichtigkeit des von Respekt geprägten Menschenbilds, in dessen Entwicklung keine Grenzen mehr gesetzt sein sollten, und weist dabei nicht nur auf die UN-Behindertenrechtskonvention, sondern auch auf die Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes hin. „Nur durch die uneingeschränkte Einbeziehung der Menschen, für die wir unsere Angebote gestalten, können wir zukunftsweisende Angebote machen und uns weiterentwickeln.“ Eine veränderte Haltung im Unternehmen müsse von allen mitgetragen und mitgestaltet werden, sind sich die Projektgruppenmitglieder einig. Auch deswegen war die rege Teilnahme an der Kick-off-Veranstaltung ein großer Erfolg. Zoar-Direktor Peter Kaiser, der begrüßte, zeigte offen seine Freude über so viel Zuspruch und lud alle dazu ein, diesen spannenden Weg mitzugehen, um sich so aktiv für die Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigung einzusetzen. Dies referierte auch Martin Konrad vom Social Franchise Netzwerk „atempo“ in Graz. „Ein verändertes Menschenbild bedarf zuerst einer Verinnerlichung“, sagte er mit Blick auf die Inklusion. 

Zu jedem der fünf Themen, die an diesem Tag besprochen wurden, gab es einen runden Tisch, der farblich markiert war. Nach dem Rotationsprinzip wechselten die Veranstaltungsteilnehmer nach einer bestimmten Zeit jeweils den Thementisch, die alle mit einem Moderator zur Leitung der Gesprächsrunde besetzt waren. Die gemachten Aussagen wurden sichtbar für alle festgehalten.  

Weitere Bilder finden Sie hier!

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 4. Oktober 2017