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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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23.12.2016 08:43 Alter: 331 days
Kategorie: Aktuelles

2. Zoar-Symposium | 17. November 2016 | Stadthalle Kirchheimbolanden


Rund 200 Teilnehmer nahmen am 2. Zoar-Symposium in der Stadthalle in Kirchheimbolanden teil. Das Symposium zum Thema „2030: Wohnen-Leben-Pflegen. Den Weg ins Alter bewusst gestalten“ richtete sich an ein gemischtes Publikum von Zoar-Mitarbeitern, externen Gästen, Vertretern von Vereinen und Verbänden sowie an Betroffene und am Thema Interessierte. Das eintägige Symposium befasste sich mit dem Themenschwerpunkt menschlicher Beeinträchtigungen aufgrund des Alterungsprozesses. Klar wurde, dass den Veränderungen der sozialen, gesellschaftlichen und pflegepolitischen Landschaft angepasste Angebote erforderlich werden. Grußworte sprachen Sozialdezernent Fabian Kirsch von der Kreisverwaltung Kirchheimbolanden sowie Dr. Baldur Melchior, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats. Fabian Kirsch erwähnte einen wünschenswerten Mix von Angeboten für die wachsende Zielgruppe der älteren Menschen. Dr. Baldur Melchior bekräftigte dies, indem er sagte, wie wichtig Aufgaben, Tätigkeiten und Teilhabe auch im Alter sind.

Zoar-Direktorin Martina Leib-Herr begrüßte die Gäste und wurde von SWR1-Moderator Michael Lueg zum Beispiel zum Thema Inklusion befragt. „Wir schaffen Inklusion, indem wir unsere Einrichtungen öffnen“, sagte Martina Leib-Herr. „Zoar befasst sich mit dem Thema Quartiersentwicklung an mehreren Standorten.“  So auch in Heidesheim; Einrichtungsleiterin des Zoar-Rheinhessischen Diakonie-Zentrums, Monja Seckler-Classen, referierte über die Entwicklung „Von der Siechenanstalt zum gemeinschaftlichen Wohnprojekt“ und formulierte den Slogan „Wo anders sein normal ist“.

Verstärkt wird es in der Zukunft um inklusives, solidarisches und teilhabeorientiertes Leben in einem Sozialraum gehen, um beeinträchtigte Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu gestalten.

Diskutiert wurde nicht nur über neue Wohnkonzepte für Senioren, sondern auch über visionäre Forschungsprojekte am Beispiel eines intelligenten Pflegewagens, wobei klar wurde, dass die Nutzung moderner Technologien und Automatisierungstechniken vorrangig der Unterstützung und nicht dem Ersatz des Pflegepersonals dienen sollen. Dazu sprach Joshua Hampp vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart. Pfarrer Norbert Becker, theologischer Vorstand des Diakoniezentrums Pirmasens, widmete seinen Vortrag dem Thema „Wohnen oder/und Pflege?“. Über Sterbebegleitung und Hospizarbeit sprach Dr. Ludwig Burgdörfer, Leiter Missionarisch-Ökumenischer Dienst (MÖD) Landau. Seine langjährigen Erfahrungen im Umgang mit Sterbenden und deren Angehörigen übertitelte er mit „Trauer-Abschied-Liebesmüh“. In diesem Zusammenhang wurde auch über das in Rockenhausen geplante stationäre Hospiz gesprochen, dessen Träger das Evangelische Diakoniewerk Zoar sein wird. „Wir nehmen in unseren Einrichtungen viele Bewohner auf, die aufgrund ihrer Bedürfnisse in der letzten Lebensphase eher in einem Hospiz versorgt werden sollten“, sagte Martina Leib-Herr. Dass Pflegeeinrichtungen in den letzten Jahren als „Sterbeorte“ an Bedeutung gewonnen hätten, habe sich zu einer zentralen Herausforderung für Einrichtungen der stationären Altenhilfe und deren Mitarbeiter entwickelt.

Das Rahmenprogramm wurde gestaltet von der Zoar-Tanzgruppe „Fit for Dance“ aus Alzey, die mit Trainerin Klaudia Folz auf der Bühne stand, sowie von „Drum Olé“, einer Groove-Percussion mit selbstgebastelten Shakern. Das 3. Zoar-Symposium wird 2018 stattfinden.

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | November 2016