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Z - DAS ZOAR-MAGAZIN
Ausgabe 2 2017



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02.05.2016 15:07 Alter: 2 yrs
Kategorie: Aktuelles

Hospitationstag für Flüchtlinge dient der Integration


Rockenhausen. Kürzlich fand am Zoar-Standort in Rockenhausen ein Hospitationstag für Flüchtlinge statt. Das Pilotprojekt wurde vorbereitet und begleitet von den Zoar-Mitarbeiterinnen Jessica Scott und Marta Hagemann. Beide waren über ihr Engagement im Helferkreis Donnersberg zur Thematik „Flüchtlingshilfe“ auf die Idee gekommen, einen Hospitationstag in der Einrichtung anzubieten. „Wir haben uns überlegt, dass es eine Bereicherung für Flüchtlinge sein kann, in Berufe reinzuschnuppern, die ihnen nicht so vertraut sind“, berichtet Marta Hagemann. „Außerdem ist der Kontakt zu Deutschen und das Sprechen der Sprache ein weiterer großer Vorteil.“ Gesagt, getan! Die Zoar-Mitarbeiterinnen stellten der Direktion ihre Idee in Sachen Flüchtlingshilfe vor und erhielten Bestätigung und Unterstützung. Auch die Idee der Einbindung von Auszubildenden kam gut bei der Direktion an. Und somit gab es grünes Licht für dieses engagierte Vorhaben. „Wir sind eine diakonische Einrichtung und kümmern uns um Menschen, die Unterstützung, Begleitung und Förderung benötigen“, so Zoar-Direktor Peter Kaiser. „Daher ist natürlich auch die Flüchtlingsproblematik ein Thema für uns.“

Einblicke in die deutsche Arbeitswelt

Nach einer Vorbereitungsphase mit Informationsveranstaltungen sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Auszubildenden war es dann soweit. Am Hospitationstag bei Zoar in Rockenhausen nahmen elf Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien teil. Sie alle wohnen in Rockenhausen und befinden sich zwischen acht und zehn Monaten in Deutschland. „Wir hatten noch viel mehr Interessenten für unseren Hospitationstag“, sagt Jessica Scott. „Da wir so viele nicht in den Abteilungen unterbringen konnten, mussten wir eine Auswahl treffen.“ Eine wichtiges Kriterium bei der Auswahl seien die jeweiligen Deutschkenntnisse gewesen. „Denn nur wer unsere Sprache einigermaßen beherrscht, hat auch etwas von der Hospitation.“ Die Hospitanten erhielten nach der Begrüßung und Einführung Einblicke in verschiedene Bereiche der Zoar-Hauptverwaltung auf dem Inkelthalerhof sowie in die Zentrale Wäscheversorgung mit der „Nähstube“ und in die Bereiche Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Beeinträchtigung. Dabei waren den Flüchtlingen jeweils Zoar-Auszubildende als Paten an die Seite gestellt.

Das Flüchtlingsprojekt ist langfristig angelegt

Nach der Präsentation der verschiedenen Bereiche durch die Paten und einem gemeinsamen Mittagessen kamen alle Teilnehmer des Hospitationstags zu einem Austausch zusammen. „Es gab auf beiden Seiten keinerlei Berührungsängste“, beschreibt Marta Hagemann den größten Erfolg dieses Projekts, das noch nicht zu Ende ist. Die Zoar-Mitarbeiterinnen wollen sich auch weiterhin für die Integration von Flüchtlingen einsetzen. „Wir haben gemerkt, wie wohl sich die fremden Hospitanten hier bei uns gefühlt haben. Der Tag hat ihnen einen Motivationsschub gegeben“, so das Fazit der jungen Frauen. Daher sei es wichtig, dass der Kontakt nicht abreiße. Über ihre Mitarbeit im Helferkreis Rockenhausen möchten sie sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Flüchtlingen der Weg in die Gesellschaft ermöglicht wird. Da dies am ehesten über Beschäftigung funktioniert, möchten Hagemann und Scott Bewerbungstraining für Interessierte anbieten. Dies alles dient dem Ziel des Abbaus von Vorurteilen und somit der Integration. Im Vordergrund steht dabei der Austausch der Menschen verschiedener Nationalitäten; über Sprach- und Glaubensbarrieren hinweg.

Der Hospitationstag war für alle eine neue Erfahrung

Alle Zoar-Mitarbeiter, die sich aktiv am Hospitationstag beteiligt haben und den Flüchtlingen als Paten zur Verfügung standen, erhielten für ihr Engagement ein Zertifikat. Die Hospitanten wurden mit einem Zoar-Shirt verabschiedet und hinterließen auf einem bunten Plakat ein kurzes Fazit zu ihren gesammelten Eindrücken bei Zoar. Dort waren in lateinischer und arabischer Schrift folgende Begriffe zu lesen: toll, aufregend, wertvoll, schön, interessant. Und ein Satz bewegte vor allen anderen: „Ich bin Euch sehr dankbar“.

Alexandra Koch | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zoar | 28. April 2016